Heidi Stroh - Biographie
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· Schauspielerin
· Sängerin
· Künstlerin
* 10.02.1941
† 18.04.202
Heidi Stroh wurde am 10. Februar im Stern-
zeichen Wassermann in Jena geboren.
Bereits als Kind erhielt sie Ballettunterricht.
Ihre Eltern, Harry und Margaretha Stroh,
führten eine Schule für Gesellschaftstanz.
Auf ihren Wunsch hin absolvierte Heidi
Stroh zunächst eine Ausbildung zur
Zahnarztassistentin.
Einige Jahre lebte sie in Rom, wo sie Gesang studierte.
In den Jahren 1962/1963 stand sie als Soubrette auf
den Bühnen der legendären Theater „Teatro Sistina“
und „Teatro delle Muse“. 1965 drehte sie in Italien
an der Seite von Vittorio Gassman ihren ersten Spielfilm.
Den endgültigen Durchbruch schaffte Heidi Stroh
1967 mit dem Kultfilm „Mahlzeiten“ unter der Regie
von Edgar Reitz. Als Muse des Jungen Deutschen Films
wurde sie über Nacht zum deutschen Leinwandstar.
Der Film erhielt beim Internationalen Filmfestival von
Venedig einen Sonderpreis, und Heidi Stroh galt als
aussichtsreiche Anwärterin auf den Goldenen Löwen.
Es folgten zahlreiche Hauptrollen in internationalen
Kinofilmen und Fernsehproduktionen, darunter
„Lena Christ“, „Blauer Engel“, „Kressin und die Frau
des Malers“ (Tatort), die preisgekrönte französische
Fernsehserie „Au Plaisir de Dieu“ sowie „Der Stoff,
aus dem die Träume sind“ und viele weitere
Produktionen.
Zwei große internationale Chancen blieben ihr jedoch
verwehrt. Die Hauptrolle im James-Bond-Film
„Feuerball“ konnte sie krankheitsbedingt nicht
übernehmen.
Auch der berühmte Regisseur Federico Fellini, der Heidi Stroh unter allen deutschen Schauspielerinnen für eine Rolle ausgewählt hatte,
musste schließlich auf ihre Mitwirkung verzichten. Aufgrund einer Terminüberschneidung zwischen den Dreharbeiten und ihrer vertraglich
vereinbarten Konzertreihe im Hilton Hotel München kam die Zusammenarbeit nicht zustande. Beide Seiten bedauerten dies sehr.
Federico Fellini ließ Heidi Stroh einen persönlichen Brief zukommen, in dem er sein Bedauern ausdrückte.
Neben Film, Fernsehen und Theater entwickelte sich die Musik zu ihrer zweiten großen Leidenschaft. Mit Titeln wie „Er hat mich geliebt“,
„Keinen Helden, keinen Hero“ und weiteren Produktionen begeisterte sie ein neues Publikum und gewann zahlreiche Musikfreunde hinzu.
Mit ihrer unverwechselbaren Stimme, oft beschrieben als „Samt und Eis“, verstand es Heidi Stroh, ihr Publikum zu berühren und in ihren
Bann zu ziehen.
Ein besonderes Anliegen war ihr der Tierschutz. Mit großem Engagement setzte sie sich gegen das grausame Robbenschlachten
ein und entwarf sogar das Logo für diese Aktion.
In den letzten Jahren ihres Lebens widmete sich Heidi Stroh intensiv einer weiteren großen Leidenschaft:
dem Studium der Vitamine und ihrer Wirkung auf den Menschen. Sie plante, ihre Erkenntnisse in einem Buch
zu veröffentlichen. Dieses Vorhaben konnte sie jedoch nicht mehr vollenden.
Heidi Stroh verstarb am 18. April 2026 in ihrem Zuhause in ihrer Wahlheimat Ligurien in Italien.
Mit ihr verlor die Film- und Musikwelt eine außergewöhnliche Künstlerin, deren Werke und
Persönlichkeit unvergessen bleiben werden.